Walliser Roggenbrot

Das Roggenbrot spielt noch heute in der täglichen Ernährung der Walliser eine zentrale Rolle. Roggen wird im Wallis seit Jahrhunderten angebaut. Der Gemeindebackofen wurde in den Walliser Dörfern nur zwei bis drei Mal pro Jahr eingefeuert. Folglich musste ein Brot gebacken werden, welches sich über mehrere Monate aufbewahren hiess: das Walliser Roggenbrot.

 

Rezept

Zutaten

 

Sauerteig

 

15 g

Hefe

300 g

Roggenmehl

6 dl

Wasser

Roggenbrotteig

 

700 g

Roggenmehl

300 g

Ruchmehl

10 g

Hefe

5 1/2 - 6 1/2 dl

Wasser

150 g

Sauerteig

1 EL

Salz

Zubereitung
- Für den Sauerteig Hefe zerbröckeln, mit dem Mehl vermischen und das Wasser dazu giessen, zu einem Teig verarbeiten
- In eine luftdichte verschliessbare Schüssel geben, 24 Stunden stehen lassen
- Leicht sauren Teig gut durchrühren, weitere 1 bis 2 Tage zugedeckt ruhen lassen
- Für das Roggenbrot Mehl in eine Schüssel geben, in der Mitte eine Mulde formen, Hefe hineingeben und
  mit etwas lauwarmem Wasser und wenig Mehl zu einem Vorteig rühren, 15 Minuten ruhen lassen
- Sauerteig, Salz und restliches Wasser beifügen und zu einem Teig verarbeiten, 1 Stunde ruhen lassen
- Teig zu 2 kegelförmigen Broten formen, auf ein mit Backtrennpapier belegtes Blech geben und
  nochmals 30 Minuten ruhen lassen (so entstehen die typischen Risse)
- Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad 40 bis 50 Minuten backen

Tipp
Wird ausschliesslich Roggenmehl verwendet, so entsteht ein eher flaches, kompaktes Brot. Roggenbrot ist feucht und schmeckt besonders gut nach 1 bis 2 Tagen. Es lässt sich problemlos eine Woche aufbewahren.

Quelle
Kochbuch "Oberwalliser Bäuerinnen kochen“

 

Erhältlich in folgenden Betrieben:

  • Bürli Schiirli Hofladen, Oberwald
  • Volg Oberwald, Ulrichen und Reckingen
  • Gommer Bäckerei, Münster
  • Coop, Münster
  • Backhäuser in Oberwald, Münster und Biel (siehe Veranstaltungskalender)
  • Bäckerei Simeon, Reckingen